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Diözese Regensburg

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Studienbegleitheft

Der Besuch einer mit diesem Zeichen zeichen gekennzeichneten Veranstaltung kann im Studienbegleitbrief bestätigt werden. Auch die Vorbereitung eines Gottesdienstes kann im Studienbegleitheft eingetragen werden (siehe auch Vorläufige Unterrichtserlaubnis).

Vorl. Unterrichtserlaubnis

Diese Seite enthält in einem ersten Teil die "Ordnung der kirchlichen Studienbegleitung" und im zweiten Teil die "Checkliste zur kirchlichen Studienbegleitung" mit praktischen Hinweisen:

 

Ordnung der Kirchlichen Studienbegleitung


Ordnung der Kirchlichen Studienbegleitung in der Diözese Regensburg für Studierende der Katholischen Theologie mit dem Berufsziel Religionslehrer/-in


Aufgrund veränderter religiöser Situation von Kindern und Jugendlichen sind Religionslehrerinnen und -lehrer¹ für viele Schülerinnen und Schüler heute wichtige Ansprechpartner in Glaubens- und Lebensfragen. Sie sind mehr denn je gefordert, persönlich für den Glauben der Kirche einzustehen. „Sie sind gesandt, Zeugen des Glaubens in der Schule zu sein. Für viele Schülerinnen und Schüler sind sie die Kontaktpersonen zur Kirche. Religionslehrerinnen und Religionslehrer werden so zu Brückenbauern zwischen Kirche und Schule, zu Mittlern zwischen zwei Institutionen, die unterschiedliche Kommunikations-  und Organisations-formen ausgebildet und sich an manchen Orten entfremdet haben. Deshalb ist es für sie wichtig zu wissen, dass die Kirche ihre Arbeit schätzt. Sie können zu Recht die Beauftragung durch den Bischof (Missio canonica) als Vertrauenserklärung der Kirche und als Ermutigung verstehen, den Brückenbau zwischen Schule und Kirche immer wieder neu zu wagen².“
Der Beruf des Religionslehrers hat sein eigenes, ihn von anderen Fächern unterscheidendes Profil und fordert die Persönlichkeit des künftigen Lehrers in besonderer Weise heraus. Zur Erlangung der dazu notwendigen Kompetenzen und damit der Missio canonica ist deshalb neben dem erfolgreichen Studium auch eine spezielle kirchlich verantwortete Studienbegleitung notwendig.


Zum Auftrag der Kirchlichen Studienbegleitung
Die Studienbegleitung richtet sich an Studierende der Katholischen Theologie, für die Religionsunterricht ein mögliches zukünftiges Tätigkeitsfeld darstellt. Sie ist eine studien- und berufsorientierende Einrichtung des für den Religionsunterricht zuständigen Bistums, um die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern, die berufliche, pädagogische, seelsorgliche und gestalterische Kompetenz zu stärken sowie eine Begleitung im spirituellen und seelsorglichen Bereich sicherzustellen.
In ihrer Schrift zum Religionsunterricht thematisieren die deutschen Bischöfe drei vorrangige Aufgaben für den Religionsunterricht³:
•    „Vermittlung von strukturiertem und lebensbedeutsamem Grundwissen über den Glauben der Kirche“ – Die Wissensvermittlung setzt dieses Grundwissen bei dem Religionslehrer voraus;
•    „Vertrautmachen mit Formen gelebten Glaubens“ – Das Vertrautmachen setzt eine Vertrautheit bei dem Religionslehrer voraus;
•    „Förderung religiöser Dialog- und Urteilsfähigkeit“ – Diese Aufgabe setzt eine dialogfähige und religiös verortete Persönlichkeit des Religionslehrers voraus.
Mit einem personalen und inhaltlichen Angebot unterstützt die Studienbegleitung Studierende dabei, sich die Voraussetzungen für die Erfüllung dieser Aufgaben anzueignen. Während Fachwissen und Fachdidaktik primär durch das Studium an der Hochschule und in der berufspraktischen Ausbildung erworben werden, leistet die Studienbegleitung vorrangig einen Beitrag zur Befähigung für die beiden letztgenannten Aufgaben.
Wer Religion unterrichtet, kann dies „nicht nur in der Beobachterperspektive über den Glauben“, sondern muss dies immer „auch in der Teilnehmerperspektive vom Glauben“ tun4. Dies bedeutet, einen persönlichen Bezug zum Evangelium, zu Jesus Christus und zum Glaubensbekenntnis der Kirche erkennen zu lassen: Sowohl Schülerinnen und Schüler, deren Eltern wie auch die Kolleginnen und Kollegen nehmen den Religionslehrer als eine vom Bischof mit der Erteilung des Faches Katholische Religionslehre beauftragte Person wahr und erwarten von ihr eine Verortung im Glauben und im kirchlichen Leben sowie die Kompetenz, diesen Glauben im persönlichen Zeugnis zu verantworten und über ihn fachlich fundiert Auskunft zu geben. Die Studienbegleitung fördert einen dazu befähigenden Entwicklungsprozess bei den Studierenden der Katholischen Theologie.
Die Studienbegleitung steht in Trägerschaft der Diözese und ist an das Schulreferat der Diözese angebunden. In der Regel wird sie von einem Team verantwortlicher Personen wahrgenommen:
Dazu sollten zählen:
•    ein Spiritual, in der Regel ein Priester,
•    ein Mentor mit Diplom in Theologie,
•    ein Mentor mit Staatsexamen in Katholischer Religionslehre.
Sie ist für alle Studierenden mit der Berufsperspektive Religionslehrer ein Forum zur Auseinandersetzung mit beruflichen, kirchlichen und persönlichen Anforderungen in Form von offenen Angeboten und verbindlichen Elementen. Wichtige Bestandteile der Studienbegleitung sind das persönliche Gespräch und die menschliche Begegnung mit den Verantwortlichen und anderen Studierenden.
Der Spiritual und die Mentoren informieren als erste Ansprechpartner über das spezifische Berufsprofil des Religionslehrers und die Voraussetzungen für die Beauftragung und Bevollmächtigung zur Erteilung des Faches Katholische Religionslehre durch den Bischof. Im Verlauf des Studiums begleiten sie die Studierenden besonders in geistlicher Hinsicht.
Diese Begleitung findet in einem geschützten Vertrauensbereich statt. Über Inhalte aus diesem geschützten Bereich der persönlichen spirituellen Begleitung durch den Spiritual und die Mentoren erhalten andere Personen oder Institutionen keine Informationen (forum internum).


Verbindliche Anforderungen der Kirchlichen Studienbegleitung
Die Teilnahme an den verbindlichen Elementen der Studienbegleitung wird gegenüber dem Bischöflichen Ordinariat durch den Studienbegleitbrief dokumentiert und von den jeweils Durchführenden bestätigt. Dieser Studienbegleitbrief dient dem Nachweis für die Teilnahme an verpflichtenden Elementen der Studienbegleitung als Voraussetzung für die Beantragung der Vorläufigen Kirchlichen Unterrichtserlaubnis und der Missio canonica.

Im einzelnen sind nachzuweisen:


1. Orientierungsgespräch
Ein verpflichtendes Gespräch wird mit dem Spiritual oder einem der Mentoren im ersten Semester vereinbart. Es dient vor allem zur Reflexion der Berufsmotivation, Katholischen Religionsunterricht zu erteilen, gibt Hilfestellung bei berufsbezogenen Klärungs- und Entscheidungsprozessen und zur Entwicklung religiöser Kompetenz und gelebter Spiritualität im Studium, auch im Hinblick auf das zukünftige Berufsleben. Es berät bezüglich der Beantragung der Vorläufigen Kirchlichen Unterrichtserlaubnis.
Weitere Gespräche ohne Verpflichtungscharakter werden empfohlen.

2.  Regelmäßige Teilnahme an Veranstaltungen des Mentorates
Um die regelmäßige, aktive Teilnahme an persönlichkeitsbildenden und spirituell bildenden Veranstaltungen im Mentorat zu dokumentieren, besuchen Studierende pro Semester mindestens eine im Mentoratsprogramm mit einer Sonne ☼ gekennzeichnete Veranstaltung. Der Besuch dieser Veranstaltung wird im Studienbegleitbrief bestätigt.


3. Begegnung mit dem Schulreferenten
Das Orientierungsgespräch ist die Voraussetzung für den Begegnungsabend mit dem Schulreferenten im 4. oder 5. Semester, an dem auch das Missio-Gespräch stattfindet. Zu diesem Abend meldet man sich zu Beginn der Vorlesungszeit des jeweiligen Semesters persönlich in den Sprechstunden des Mentorates an der Uni an. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst informiert der Schulreferent der Diözese über die Bedingungen und Voraussetzungen für die Kirchliche Unterrichtserlaubnis (Missio canonica).

 

4. Schulgottesdienste vorbereiten
Studierende ab dem Wintersemester 2010/2011 nehmen einmal im Laufe des Studiums an der Veranstaltung „Schulgottesdienste vorbereiten“ teil.

5. Exerzitien oder Besinnungstage
Die Teilnahme an Exerzitien oder Besinnungstagen dient der Reflexion des persönlichen Glaubensweges und der Stärkung der eigenen religiösen Kompetenz. Dazu stehen Angebote des Mentorates, der Hochschulgemeinde, von Orden und geistlichen Gemeinschaften und von anderen kirchlichen Einrichtungen zur Verfügung. Eine solche Veranstaltung muss mindestens den Umfang eines Wochenendes haben. Der Nachweis des Besuches wenigstens einer solchen Veranstaltung ist dem Studienbegleitbrief beizufügen.


Fakultative Angebote der Kirchlichen Studienbegleitung
Ergänzend zum verbindlichen Teil bietet das Mentorat weitere Veranstaltungen an oder weist auf weitere Möglichkeiten vor Ort hin, die geeignet sind, die persönliche und religiöse Kompetenz der angehenden Religionslehrer zu stärken.


Gültigkeit
Diese Ordnung der kirchlichen Studienbegleitung gilt für alle Lehramtsstudierenden, die nach dem Sommersemester 2006 ihr Studium an der Universität Regensburg aufgenommen haben.


__________________
¹ Im Folgenden ist der leichteren Lesbarkeit des Textes wegen auf die Nennung sowohl der weiblichen als auch der männlichen Form von Berufsbezeichnungen verzichtet worden. Die im Text genannten Berufsbezeichnungen meinen – außer bei Geistlichen – immer Frauen und Männer.
² Die deutschen Bischöfe, Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, Bonn 2005, S. 34 f.
³ Die deutschen Bischöfe, Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, Bonn 2005, S. 18
4 Die deutschen Bischöfe, Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, Bonn 2005, S. 34






 

Checkliste zur kirchlichen Studienbegleitung im Mentorat für die Erlangung der Vorläufigen Unterrichtserlaubnis (VUE)

(für alle Studierenden mit Fach Kath. Religion: GS, HS, RS, Gy und Religion als Didaktikfach)

 

(Stand: 03/2017)

 

Die Vorläufige (kirchliche) Unterrichtserlaubnis (VUE) geht der Missio canonica voraus und ist unabdingbare Voraussetzung, um in der Lehramtsanwärterzeit bzw. im Referendariat Katholische Religionslehre unterrichten zu können. Sie muss der Anmeldung am Kultusministerium für den Vorbereitungsdienst auf das Lehramt beigelegt werden. Für die Erlangung der Vorläufigen Unterrichtserlaubnis sind folgende Elemente der kirchlichen Studienbegleitung im Mentorat verbindlich und im Studienbegleitbrief nachzuweisen;

 

■             Orientierungsgespräch zusammen mit ca. sieben Studierenden im ersten Semester und einem der Mentoren; Termin gleich zu Beginn des ersten Semesters telefonisch vereinbaren (0941/597-1570);

 

■          Pro Semester wenigstens eine im Semesterprogramm entsprechend gekennzeichnete Veranstaltung (☼) besuchen;

Im Laufe des Studiums müssen möglichst gleichmäßig über die Studienzeit verteilt zehn ☼-Veranstaltungen besucht werden.

Sind es sechs oder weniger Fachsemester Theologie, sind mindestens sechs ☼-Veranstaltungen nachzuweisen.

 

■          Teilnahme an einer der Veranstaltungen „Schulgottesdienste vorbereiten“ (einmal im Laufe des Studiums). Termine auf der Homepage! Studienbegleitbrief für die Eintragung nicht vergessen!

 

■          Begegnungsabend und Informationsabend zur Vorläufigen Unterrichtserlaubnis und Missio canonica mit dem Schulreferenten im 4. oder 5. Semester; zu Beginn des Semesters, in dem man diesen Abend besuchen will, persönliche Anmeldung in den Uni-Sprechstunden des Mentorates. Studienbegleitbrief für die Eintragung nicht vergessen!

 

■          Selber an Exerzitien / Besinnungstagen teilnehmen: mindestens einmal ein Wochenende oder länger im Laufe des Studiums; Teilnahmebestätigung durch die geistliche Leitung der Besinnungstage!

 

■          Zwei Referenzen sind notwendig für die Erlangung der Vorläufigen Unterrichtserlaubnis (VUE), der Vorform der Missio Canonica.

Es ist sinnvoll, schon zu Studienbeginn mögliche Referenzgeber anzusprechen und mit ihnen im Gespräch zu bleiben.

Eine Referenz muss von einem Geistlichen sein, einem katholischen Priester oder katholischen Diakon, die zweite kann von einem katholischen Laien stammen.

 

■          Studierende für ein Lehramt an Grund- und Mittelschulen, die Religionslehre nicht als Unterrichtsfach, sondern im Rahmen der Didaktikfächer studieren, können unter folgenden Voraussetzungen die vorläufige kirchliche Unterrichtserlaubnis bei der Hauptabteilung Schule/Hochschule des Bischöflichen Ordinariates beantragen.

- Lehramt für Grundschule:

Erfolgreiche Absolvierung des Basismoduls Religionsdidaktik und des Aufbaumoduls Religionsdidaktik 1, nachgewiesen durch eine Bestätigung, die vom Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts an der Universität Regensburg ausgestellt wird, und bestandenes erstes Staatsexamen, nachgewiesen durch eine Kopie des Staatsexamenszeugnisses.

- Lehramt für Mittelschule:

Erfolgreiche Absolvierung des Basismoduls Religionsdidaktik und der Aufbaumodule Religionsdidaktik 1 und 2, nachgewiesen durch eine Bestätigung, die vom Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts an der Universität Regensburg ausgestellt wird, und bestandenes erstes Staatsexamen, nachgewiesen durch eine Kopie des Staatsexamenszeugnisses.

(Entsprechende Nachweise können auch nach der Antragstellung nachgereicht werden.)

 

■          Wer Katholische Theologie als Erweiterungsfach (sog. Drittfach) belegt, muss alle auf der Checkliste genannten Anforderungen erfüllen. Allerdings sind nur sechs ☼-Veranstaltungen nachzuweisen.

 

■          Der schriftliche Antrag auf die Vorläufige kirchliche Unterrichtserlaubnis (VUE) an die Hauptabteilung Schule/Hochschule der Diözese Regensburg soll spätestens drei Monate vor dem Anmeldeschluss für den Vorbereitungsdienst auf das Lehramt gestellt werden (www.km.bayern.de/lehrer/lehrerausbildung.html). Das heißt, der Antrag für die VUE sollte im Semester, zu dessen Ende das Erste Staatsexamen abgelegt wird, gestellt werden. Wer allerdings nach dem Ersten Staatsexamen nicht zum nächstmöglichen Termin in den Vorbereitungsdienst gehen möchte, sollte den Antrag auf die VUE entsprechend später stellen, damit die Zeit von drei Jahren, welche die VUE gültig ist, während des Vorbereitungsdienstes nicht überschritten wird.

Sind alle erforderlichen Unterlagen bei der Hauptabteilung Schule/Hochschule, schickt diese eine Bestätigung, dass der Antrag auf die VUE gestellt wurde, an das Kultusministerium und an den/die Antragsteller/in. Bitte in der Hauptabteilung Schule/Hochschule nachfragen, wenn nach zehn Wochen noch keine derartige Bestätigung angekommen ist! Sobald der/die Antragsteller/in den Nachweis über das bestandene Staatsexamen der Hauptabteilung Schule/Hochschule vorlegt, schickt diese ihm/ihr die VUE in doppelter Ausfertigung zu. Ein Exemplar davon bitte dann gleich beim Kultusministerium nachreichen!

Den Antrag erhält man beim Begegnungsabend mit dem Schulreferenten. Er kann auch aus der Download-Seite von www.schulreferat-regensburg.de heruntergeladen werden.

Nicht vergessen, den Studienbegleitbrief und die Teilnahme-Bestätigung für die Exerzitien bzw. Besinnungstage dem Antrag beizulegen!

 

Weitere Informationen findest Du auf unserer Webseite

www.mentorat-regensburg.de                                                                                                                                                                                                                                                         03/2017

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